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 die aktuelle politische Entwicklung in Lateinamerika - Eine neue Antwort erstellen Ihre Schreibrechte
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 RE: die aktuelle politische Entwicklung in Lateinamerika

....Damals schaute jeder zum Himmel, und keiner nach Vietnam.....

@Götz:
Natürlich sind die Imperialisten bestrebt, ihre Kräfte gegen die Völker der Welt zu bündeln (...), aber hat damals wirklich jeder zum Mond geschaut, anstatt nach Vietnam? was ist mit den Massenprotesten - in den USA, in der BRD - die 68er Bewegung...."Ho Ho Ho Chi Minh!"...und vieles mehr? Wollen wir im Kampf gegen den Imperialismus, Neokolonialismus aufgeben??? Wozu gehen wir dann immernoch montags auf den Saalfelder Markt??? Ja, die Gefahren, die vom Imperialismus ausgehen, sind sehr groß - aber ist die Weltgeschichte trotz einiger Rückschläge jemals stehengeblieben? Beispiel: 1871 - Errichtung der Pariser Kommune, wenige Monate später ihre Vernichtung - von außen; 1917 - proletarische Revolution in Rußland - hat dem Bürgerkrieg und ausländischen Invasoren getrotzt. Im Laufe der Zeit hat der Sozialismus - wenn auch nur sehr kurzzeitig - ca. ein Drittel der Welt "erobert" - Rückschlag durch äußere Einflüsse, aber vor allem durch innere Fehler, Versäumnisse und Fehlentwicklungen usw. - Wann wagen wir den Neubeginn?

@Desert Fox 2002:
Ja, auch ich finde die derzeitige Entwicklung in Lateinamerika sehr positiv. Es sind viele Fortschritte erreicht/ erkämpft worden. Man sollte allerdings die imperialistische Diversion nicht unterschätzen. Es gibt leider immer Lakaien, die für ein paar Kröten dem Imperialismus dienen. Natürlich würden es die USA schwer haben, derzeit eine Invasion gegen Venezuela anzuzetteln, weil die Mehrheit des Volkes und der Armee hinter den revolutionären Vorgängen steht, aber wir können sicher sein, daß sie dort wie fast überall genügend CIA-Agenten positioniert haben, um ihr zersetzerisches Wirken zu entfalten...
Um einen Krieg - äh, ich meine einen "friedensstiftenden humanitären Einsatz zur Erringung der Demokratie" (....) vom Zaun zu brechen, brauchen die Imperialisten natürlich immer einen - vorgeschobenen - Grund, den sie mit Gewißheit finden werden... Man sollte auch nicht die inneren Feinde vergessen, speziell, was Venezuela und Bolivien betrifft. Die Bourgeoisie gibt niemals freiwillig ihre Macht und ihre Pfründe her.
Das hat sie schon unzählige Male bewiesen. Was Lateinamerika betrifft, so war das der von exilkubanischen und US-amerikanischen Reaktionären verübte Überfall auf Kuba in der Schweinebucht 1961, der von US-Konzernen und der CIA initierte und vorbereitete faschistische Pinochet-Putsch am 11. September 1973 in Chile, der Krieg gegen die sandinistische Regierung in Nicaragua in den 80er Jahren, der Putsch gegen Hugo Chávez 2002 in Venezuela, der von den Massen und den loyalen Armeeangehörigen glücklicherweise vereitelt wurde und vieles mehr.
Man sollte sich da keine Illusionen machen. Was die Frage der größeren Gewinne im Nahen Osten betrifft, die Du anführst, so ist auch da Vorsicht angebracht. Venezuela ist der fünftgrößte Erdölexporteur der Welt und neben dem Nahen Osten mit der größte Erdöllieferant der USA. Nicht umsonst hat die venezolanische Regierung vor kurzem in Rußland 100000 Kalaschnikow-Maschinengewehre gekauft, wenn sie nicht eindeutige Hinweise auf eine drohende US-Invasion hätte.

Wenn Du schreibst, die soziale Revolution muß aus dem Herzen Europas oder den USA kommen, so gebe ich Dir uneingeschränkt recht. Wenn es gelingen würde, in absehbarer Zeit den US-Imperialismus von innen "zu knacken", so wäre der Weg für die Befreiung der Völker der Welt frei. Allerdings befürchte ich, daß dies noch sehr sehr lange Zeit in Anspruch nehmen wird, bis die US-amerikanische Arbeiterklasse, das US-amerikanische Volk die Bedingungen auuch für seine eigene Befreiung erkannt hat.


Die Gegenwart mag trügen, die Zukunft bleibt uns treu - ob Hoffnungen verfliegen, sie wachsen immer neu!
Karl Liebknecht



Mikro, 25.10.2006 03:37
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