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 RE: die aktuelle politische Entwicklung in Lateinamerika
eine nationale Kampagne für Moral und Klarheit organisieren. Die Bildung wird alle Bereiche erfassen: moralische, wirtschaftliche, politische und soziale Schulung. Es geht aber zugleich um eine Bildung, die weit über die der Schule hinausreicht, eine Bildung, die in Fabriken, Werkstätten, auf dem Land und in den Entwicklungszentren der Kooperativen vermittelt wird. Eine reinigende Bildung. Ich lade dazu ein, daß wir uns dieser Initiative mit voller Kraft widmen, nicht nur aus der Regierung heraus. Wir alle sollten uns dieser Kampagne zuwenden.
Sprechen wir über Arbeit und Studium. Che Guevara hat stets auf beiden bestanden. Er sagte: »Wir verteidigen das Land, indem wir es durch unsere Arbeit aufbauen und indem wir die neuen technischen Einheiten (Unidadas technicas -Arbeitsbrigaden) aufbauen, um die Entwicklung in den kommenden Jahren zu beschleunigen. Das Studium auf allen Ebenen ist schon heute eine Aufgabe der Jugend - das Studium gemeinsam mit der Arbeit.«
Che hat damals auch zur Debatte aufgerufen, dazu, all das zur Diskussion zu stellen, was unklar ist. Er rief auf, zu debattieren und Erklärungen über das zu verlangen, was unklar geblieben ist. Er rief auch dazu auf, jedem Formalismus den Kampf zu erklären. Wir müssen neuen Einsichten gegenüber offen sein, um Teil dieser Erfahrung der Menschheit zu werden, die sich auf den Weg zum Sozialismus gemacht hat. Wir müssen ständig überlegen, wie die Realität verändert und wie sie verbessert werden kann.
Wir müssen Zeit finden, um zu lesen und zu schreiben, zu überdenken und zu lernen. Ein Kämpfer, ein Revolutionär, muß jeden Tag und jede Nacht seines Lebens lernen, in Theorie und Praxis. Er muß sich die Dialektik zueigenmachen.
Es geht darum, sich zu übertreffen, um zu siegen. Darum, zu kämpfen, um der Erste unter den Ersten zu sein, um zur Avantgarde zu gehören. Es geht darum, ein Beispiel für die älteren Frauen und Männer zu sein, die den Elan der Jugend nicht mehr haben, die aber auf das Beispiel des Kämpfers reagieren werden. Kurzum: Es geht darum sich einzubringen.
Seid die Ersten bei der Arbeit und im Studium! Und ich wiederhole: Es geht nicht nur um das Studium in der Schulklasse, im Vorlesungssaal oder der staatlichen Bildungsmission. Wir sprechen hier von dem alltäglichen Studium, von der Suche nach dem Wissen über das Ackerland, über das Viertel, die Straße und das Buch. Es geht um die Diskussion, um die permanente Debatte der Ideen. Che sagte, daß man wirkliche und konkrete Aufgaben in Angriff nehmen soll. Die alltägliche Arbeit darf deswegen nicht vernachlässigt werden.
Es geht also um die Bildung der Bevölkerung zu jeder Zeit und an jedem Ort. Bildung, Bildung und nochmals Bildung. Wir haben dabei schon viele Fortschritte gemacht, aber es steht noch mindestens ebensoviel bevor. In der Bildung wie in der Kultur, der Wissenschaft, der Technologie, im Bewußtsein - der Ideologie und den Werten, den neuen Werten. Wir müssen die alten Werte bekämpfen, die des Individualismus, des Kapitalismus und des Egoismus. Wir müssen neue Werte schaffen. Und das ist nur über die Bildung möglich. Und das ist der dritte Motor der Revolution.

Vierter Motor
Die neue Geometrie der Macht - Für die Neuordnung der Geopolitik der Nation

Der vierte Motor des revolutionären sozialistischen Projektes hat mit der, wie ich es nenne, neuen Geometrie der Macht zu tun. Wir müssen die Situation in unserem Land analysieren: Wie ist die politische, die soziale, die wirtschaftliche Macht verteilt? Und wie sollte sie verteilt sein? Das ist ein Thema, dem meiner Meinung nach besondere Aufmerksamkeit zukommen sollte.
Es wird eine neue Aufteilung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Macht in allen Bereichen notwendig werden. Überdenken wir also die politisch-territorialen Strukturen des Landes und suchen wir Lösungen, die stärker als heute unserer Realität und unserem Bestreben entsprechen. Das heißt: Sollte Venezuela auch weiterhin politisch und geographisch unterteilt sein wie derzeit? Geht es nicht anders? Natürlich können wir eine politische und geographische Neuordnung des Landes durchsetzen!
Auf Regierungsebene ist das Problem nicht so ausgeprägt, es betrifft vielmehr die Verwaltungsbezirke Municipios). Muß Venezuela in soviele Distrikte unterteilt sein? Das bedeutet nichts als Bürokratie, das Erbe der Vierten Republik: Bürokratie, Korruption und Uneffizienz. Dieses System ist nach wie vor intakt. Verändern wir es!
Es gibt Bürgermeistereien und Verwaltungsbezirke, die eine enorme territoriale Ausdehnung haben. Und es gibt andere, die nur einen Bruchteil dieser Größe erreichen, die aber unter Überbevölkerung leiden, die nicht mehr handlungsfähig sind und in denen fast das gesamte Budget von der Bürokratie verschlungen wird. Jeder Funktionsträger will dort einen Mitarbeiterstab haben, einen Chauffeur, ein teures Auto und einen Palast. Diese Anspruchshaltung stammt aus der Vierten Republik, dieses Denken müssen wir angreifen. Dabei muß mit Kleinigkeiten begonnen werden, dann mit der Abschaffung der Privilegien und schließlich mit dem Kampf gegen die schlechten Eigenschaften des bürgerlichen Staates.
In dieser Auseinandersetzung liegt die Seele der Revolution, in dem Kampf gegen die schlechten Verhaltensweisen der Vergangenheit. Wenn wir das jetzt nicht in Angriff nehmen, werden wir unsere Zeit vergeuden. Denn wenn wir auch noch soviele politische und wirtschaftliche Veränderungen umsetzen: Gelingt es uns nicht, die schlechten Verhaltensweisen zu korrigieren, die verhaßten Klassenunterschiede, die obszönen Privilegien, um eine neue Kultur der Gleichheit, Solidarität und Brüderlichkeit zu schaffen, dann werden wir unsere Zeit vergeudet haben. Aber das wird nicht so sein! Wir werden dieses Ziel erreichen!
Dafür wird es jedoch notwendig sein, die Macht der Basis auf alle Bereiche auszudehnen und eine Kontrolle des Volkes zuzulassen. Wir Funktionsträger werden uns ernsthafter der Arbeit widmen müssen, ohne Einschränkungen.
All das zwingt uns auch, die Verwaltungsgesetze wie das über die Munizipalräte zu überarbeiten. Dieses Gesetz ist nach wie vor gültig, sogar mit negativeren Konsequenzen als zuvor. Es schafft Munizipalräte, die keinerlei Einfluß haben, die Teil derselben alten Strukturen der Vierten Republik sind. Oder in bezug auf die Regionen des Landes: Wie können wir eine gleichberechtigte Aufteilung des politischen, wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Einflusses in allen Regionen des Landes erreichen? An diesem Punkt bestehen nach wie vor viele Zweifel. In Venezuela gibt es heute Regionen, die völlig abgeschnitten sind, vergessen, im Einfluß beschränkt, in der Entwicklung zurückgeblieben. Daran müssen wir arbeiten, denn dieses Land ist ein Ganzes.

Fünfter Motor

Erweiterung der kommunalen Macht - Für eine revolutionäre und sozialistische Demokratie

Die Macht der Basis ist die Seele, der Nerv, das Rückgrat, die Muskeln - das Kernstück der revolutionären und wahren Demokratie. Die-
Teil.2

Silvio, 11.08.2007 11:44
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